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  • AutorenbildMarko Thomas Scholz

Israel foltert Palästinenser in Militäreinrichtung »Sde Teiman«

Gefangene Palästinenser, die im Gazastreifen verhaftet wurden, erhalten keine medizinische Versorgung im Krankenhaus. Stattdessen werden sie in »Sde Teiman« gefoltert.

 

Die Originalpublikation, die hier vorgestellt werden soll, trägt den Titel: »Medical Ethics And The Detention of Gaza Residents Since The Start of the 2023 War—An Ethical Option Paper«. Sie steht, wie üblich, ganz am Ende zum Download bereit. Geschrieben wurde sie von Hadas Ziv (geschäftsführende Direktorin der Non-Profit-Organisation »Physicians for Human Rights Israel«) und Oneg Ben Dror (Projektkoordinatorin in der Abteilung für Gefangene und Inhaftierte derselben NPO). Mit ihrer Publikation rufen die Autorinnen öffentlichkeitswirksam zur sofortigen Schließung von »Sde Teiman« auf (»Shut Down the Sde Teiman Facility Now«), einer militärischen Einrichtung südwestlich von Be'er Scheva. Hier ein Screenshot der Anlage auf Google Maps.


[Quelle: Google Maps]


Wörtlich heißt es auf der Homepage von Physicians for Human Rights Israel dazu: »Die Umstände in Sde Teiman, insbesondere die dortige medizinische Behandlung, stellen einen moralischen und beruflichen Tiefpunkt dar. Wir sind der festen Überzeugung, dass jeder Arzt, jeder Mitarbeiter des Gesundheitswesens und jede Organisation, die das Gesundheitswesen vertritt, die Verantwortung hat, sich gegen den Fortbestand der Einrichtung auszusprechen.« Berichten von Augenzeugen zufolge sind die Haftbedingungen in »Sde Teiman«, vor allem bezogen auf die medizinische Versorgung der Häftlinge, nicht mit internationalen ethischen und medizinischen Standards vereinbar. Die Journalistin Hanna Resch (ARD, Tel Aviv) hat in einer Reportage darüber berichtet, die von der ARD sogar in der Tagesschau ausgestrahlt wurde.



Ähnlich wie in den US-amerikanischen Internierungslagern »Guantanamo« oder »Abu Ghraib«, müssen Gefangene in Sde Teiman bis zu 16 Stunden mit verbundenen Augen und gefesselten Händen in Freiluftkäfigen knien, werden mit Eisenstangen geschlagen, es kommt sogar vor, dass Wärter auf die Gefangenen urinieren. Wunden, die durch Misshandlung entstanden sind, werden nicht oder nur unzureichend medizinisch versorgt. Knochenbrüche, Amputationen, innere Blutungen und der Tod gehören in Sde Teiman zur Tagesordnung.

 


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